Grafik-Adventures

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Seit Ende der 70er-Jahre wurde das Genre der "Adventure-Games" zunehmend populär; Namensgeber war ein gleichnamiges Spiel, welches im Jahr 1975 veröffentlicht wurde. Typischerweise muss der Spieler bei Titeln, die in dieses Genre fallen, Gegenstände suchen, Rätsel lösen, mit anderen Figuren im Spiel kommunizieren und mit all diesen Tätigkeiten die Handlung des Spiels voranbringen. Anfangs bestanden derartige Spiele lediglich aus Texten, mit denen sämtliche Inhalte beschrieben wurden; mittels geschriebenen Befehlen nahm der Spieler Einfluss auf die Handlung.

Bereits Anfang der 80er-Jahre folgten jedoch die ersten Adventures, die nicht mehr nur aus Text bestanden, sondern mittels Grafiken Inhalte und Elemente des Spiels darstellten. Das erste derartige Adventure-Game war "Mystery House" des damals neu gegründeten Unternehmens "On-line Systems" (welches später in "Sierra On-line" umbenannt wurde). Damals wurden die Bilder – bestehend aus Strichzeichnungen – jedoch eingesetzt, um die Umgebung anschaulicher darstellen zu können. Vom gleichen Unternehmen wurde 1984 "King's Quest" veröffentlicht: In diesem Spiel wurde zum ersten Mal die über die Pfeiltasten zu steuernde Spielfigur grafisch repräsentiert. Für weitere Handlungen mussten jedoch weiterhin – wie in den Text-Adventures – Kommandos eingegeben werden.

Im Jahr 1986 gab es einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der Grafik-Adventures: Der damals veröffentlichte Titel "Murder on the Mississippi" (Activision) war der Erste, welcher ohne Verwendung der Tastatur gespielt werden konnte; ein Jahr später wurde das Point-and-Click-Konzept der Steuerung mit "Maniac Mansion" von Lucasfilm Games populär, bei welchem die Figur mit Mausklicks gesteuert wurde. Diese Steuerung wurde im 1993 veröffentlichten Spiel "Myst" noch weiter vereinfacht, denn dieses enthielt keinerlei komplexe Modelle zur Kommunikation mehr. Noch heute gilt die Reihe von "Myst" zu den bestverkauften Serien in der Geschichte der Computerspiele. Ende der 90er-Jahre stagnierte jedoch der Markt der Grafik-Adventures und für diese Spiele bekannte Unternehmen wie Lucas oder Sierra wendeten sich von ihrem traditionellen Genre ab. Mit der Veröffentlichung von "Runaway" (in Deutschland 2002 veröffentlicht) zeichnete sich allerdings wieder ein Aufschwung in diesem Bereich ab und seitdem erschienen vermehrt hochwertige Adventure-Games.

Dieser Beitrag wurde von Oliver Schmid geschrieben

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