
zum Urlaubsbericht von meinem Harzurlaub im Oktober 2005
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Diesmal ist mir ein langersehnter Traum in Erfüllung gegangen: Ich wollte schon immer mal eine "echte" Hexe treffen. Auf dem Mittelaltermarkt in Bad Lauterberg habe ich diese "halbechte" Hexe getroffen:
Sie heißt Chica und hat mir ihrer mystischen Feuershow vor allen Dingen die Kinder verzaubert. Durch einen Trick brannte sogar ihre Hand und man sah wie die Flammen auf ihrer Hand loderten. Dazu hat sie aus Leibeskräften geschrieen, das war sehr unheimlich. Nach der Vorstellung lief, ohne dass ich es zunächst bemerkte, beinahe in die Arme und ich rief erstaunt und ein wenig erschreckt: "Hurra, Hurra, die Hexe ist wieder da!" Daraufhin schmunzelte sie und sagte leise: "Wieso Hurra, Hurra?" und ging schnellen Schrittes davon.
Auf dem "Mittelalterlichem
Spectaculum" gab es ausserdem einen Badezuber in dem ganz Mutige gebadet haben:
Minegesang ist meine liebste Musikrichtung und auf dem Mittelaltermarkt spielten diese Spielleute auf:
Auf dem Foto singen sie gerade das Lied in dem der Refrain: "Die Welt ist nur ein Schein" vorkommt. Die Dame mit dem Kopftuch bückte sich plötzlich und sagte: "Oh, seht, dort liegt ja noch ein Goldtaler, den will ich mir gleich mal schnappen." Und tatsächlich lag dort auf dem Boden vor ihr ein riesengroßes Goldstück, dass sie aufhob. Es ist allerdings eher unwahrscheinlich das es echt war. Die Texte und die Musik der Gruppe waren wunderschön. Am Ende der Vorstellung, begaben sich der Man mit der Pauke und die Frau mit der Schalmei, spielenderweise, in die Fussgängerzone um dort nach den braven Bürgern zu sehen. Ich bin den beiden etwas hinter her gegangen und das war dann wie Minegesang zum Anfassen. Zwischen den einzelnen Musikstücken beratschlagten sich die Spielleute in lockerem Umgangston, ob sie noch ein weiteres Stück spielen sollten. Dabei kam ein grimmig guckender Ritter aus dem Zelt, und zog einen Luftballon hinter sich her. Die Atmosphäre auf dem Fest war sehr locker und spontan. Ich habe es sogar gewagt mich in einen echten Rittertrohn zu setzen:
Auf ein mal stand neben mir ein Ritter in schwarzer Robe und ich erschrak etwas, aber als ich sagte, ich wolle nur geknipst werden, grinste er freundlich.
Auf der folgenden Seite kann man noch mehr Fotos von dem Mittelalter Markt sehen:
http://www.badlauterberg-ev.de/index.php?id=75&type=1
Wir haben diesmal in dieser Ferienwohnung gewohnt:
Die Vermieter waren sehr freundlich und herzlich, und die Wohnung, mit Garten, war urgemütlich, was man auf den folgenden Fotos sehen kann:
In dem Wohnzimmer stand sogar ein Stereo Farbfernseh-Gerät mit Satelliten Empfang. Da ich von den langen Wanderungen abends kaputt war, bin ich meistens auf dem gemütlichen Sofa vor dem Fernseher eingeschlafen, da konnte der Tatort noch so spannend sein. Und das war auch gut so, denn ich wollte morgens wieder ausgeschlafen und fit sein, denn ich habe jeden Morgen um 8 Uhr frische Brötchen aus Steffi´s Dorfladen geholt.
Dies ist der Bismarck Turm bei Bad Lauterberg:
von dem man diese herrliche Aussicht hat:
Und dies ist der Blick vom Turm direkt hinunter auf den Weg der zum Turm steil bergauf führt, als ich das folgenden Foto aufnahm, winkte mir ein lieber Wanderer zu:
Der Aufstieg zum Turm war ganz schön anstrengend, weil es nur bergauf ging, aber dafür wurden wir durch einen weitschweifenden Ausblick belohnt.
Vor dem Eingang des Turms haben wir eine kleine Rast gemacht:
Während der Rast umstreifte mich eine süße und neugierige Katze die ich gestreichelt habe:
Dies ist ein Link zu einer Webseite wo es Informationen zur Geschichte des Bismarck Turms gibt:
http://www.bismarcktuerme.de/website/ebene4/nieders/badlaut.html
Auf den beiden nächsten Fotos sieht man ehemalige Zollhäuser bei Zorge:
Auf einem Wanderweg bei Zorge grasten in aller Ruhe diese Schafe auf einem schwer zu gänglichen und eingezäunten Feld:
Die Schafe im Harz erinnerten mich ein bißchen an die weidenden Schafe auf den Deichen in Ostfriesland, und die Atmosphäre auf dem Zorger Wanderweg war sehr idyllisch.
Auch eine Trinkpause muß mal sein und so nahm ich auf der "1000 Morgen Wiese" bei Zorge, einen kräftigen Schluck aus der Flasche:
um danach gestärkt in das Zorger Dorf hinab zusteigen. Zorge ist ein richtig schnuckeliges Dorf mit uralten Fachwerkhäusern und mit diesem plätscherndem Springbrunnen in der Dorfmitte:
Die Stimmung auf dem Zorger Dorfplatz war sehr harmonisch und friedlich und ich entdeckte dort in einem Garten eines Hauses, wie ein kleiner Förster, aus seinem Hochstand, auf das Zorger Wildvieh hinunter blickt:
Neben dem ehemaligen Zorger Kurhaus steht diese hübsche, ewige Pyramide, die sich immer dreht:
Abends wird die Pyramide angestrahlt und man hört ganz leise die drehende Bewegung, sonst regt sich dabei kein Lüftchen und ist ist ganz still. Dabei kam ich mir vor als ob schon Weihnachten ist.
Weitere Infos über die Pyramide und über Zorge stehen auf dieser Seite:
Zorge hat sogar eine Maschinenbaufabrik, wie man auf dieser Seite sehen kann:
Auf einem Wanderweg bei Bad Sachsa entdeckte ich diesen Steinhaufen:
Ob den wohl Kinder gebaut haben? Ich dachte, das ich um den Steinhaufen herrum, gleich mal meine Hörspiel Raritäten, die ich auf dem Trödelflohmarkt in Bad Sachsa zuvor günstig kaufen konnte, platzieren kann:
So spielte ich ein bißchen Flohmarkt, mitten im tiefen Wald, aber es kam kein Kunde, und das ist auch gut so, denn die Hörspiele sind alle sehr gut, wie ich gestern gehört habe. Nur ein freundlicher Wanderer schaute mir von einer Bank aus zu:
Im Kurpark von Bad Sachsa habe ich dann meine Künste als Dirigent probiert:
aber bis auf das schöne Aussehen der stummen pflanzlichen Zuschauer:
erntete ich keinerlei Applaus.
Nach dem vielen Dirigieren, habe ich mir eine kleine Ruhepause zur Entspannung gegönnt, beim Rauchschen von der Waaserfontäne im Schmelzteich in Bad Sachsa:
Unmittelbar nach dem ich das Foto geschoßen habe, hörte die Wasserfontäne auf zu sprühen, da hatte ich gerade noch Glück gehabt sie in voller Aktion aufnehmen zu können.
Ganz ohne Computer konnte ich dann doch nicht sein, und so habe ich zweimal für jeweils cirka 30 Minuten im Internetcafe von Bad Sachsa ein bißchen gesurft:
Auf dem schönsten Wanderweg im Harz, von Steina über Tettenborn bis nach Bad Sachsa, schauten uns diese Kühe über die Schulter:
Kühe, sind neben Katzen, meine Lieblingstiere und darum konnte ich nicht widerstehen sie zu fotografieren.
Der Wanderweg ist so schön, weil er über große Felder führt, und man einen bezaubernden Ausblick auf Wiesen und auf Bad Sachsa hat, wobei man auch auf den Stöberhai und den Ravensberg sehen kann. Auf den Feldern hörten wie Krähen schreien und rochen die typische "warme" Bauernhofluft. Die Sonne schien aus vollem Herzen. Hier sind zwei Impressionen von dem schönsten Wanderweg im Harz:
Es folgen nun Aufnahmen aus dem Kräutergarten im alternativen Bärenpark Worbis:
Im Bärenpark Worbis leben Bären die gequält wurden, zum Beispiel wurden Tanzbären gerettet, die es nun im Worbiser Bärenpark besser haben. Hier ist die Welt umgedreht: Die Menschen können auf einem engen, eingezäunten Fussweg gehen, um die Bären zu betrachten, die in dem großangelegten Gehege leben. Die Bären ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, als eine Schulklasse mit Kindern laut schreiend vor dem Zaun eines Bären stand. Der Blick des Bären schweifte genüßlich von Gesicht zu Gesicht der Kinder und er wiegte dabei leicht mit seinem Oberkörper. Aber die Bären guckten alle etwas traurig. Ich habe 3 Bären gesehen, und beim Fotografieren hörte ich eins der Kinder sagen: "Der ist bestimmt schwerer als ich". Ein Bär lag fast schlafend in einer Ecke und als ein anderer Bäre auf den ruhenden Bär, langsam zu ging, machte ihm der ruhende Bär Platz, und flüchtete durch einen unterirdischen Gang in den nächsten Bereich des Geheges. Der andere Bär hatte weißen Schaum vor dem Mund. Das alles spielte sich fast wie in Zeitlupe ab und es war ein einmaliges Erlebnis den Bären so nah zu sein, nur ein Zaun trennte mich von den Bären. In einem der Gehege leben sogar Waschbären die putzig aussehen und gerade gefüttert wurden. An einer nachgestellten Bärenhöhle hört man ein Pochen. Dieses Pochen soll das Herz des Bären darstellen, und man kann von Winterschlaf des Bären und Sommerzeit des Bären umstellen, dann verändert sich der Takt des Pochens. Auf den Holztafeln erfährt man viel Wissenswertes über die Artenvielfalt der Bären. Die folgenden Fotos sind Eindrücke aus dem Bärenpark in Worbis:
Hier ist ein Link zu einer Seite wo es weitere Infos und Fotos aus dem Bärenpark Worbis gibt:
http://www.baer.de/abw/index.php
Direkt vor dem Eingang des Parks stand diese Kapelle, mit einem Pestkreuz zur Erinnerung an die Pest, die im Mittelalter in Worbis herrschte:
In der Nähe der Stadt Sangerhausen, im Kyffhäusergebirge steht auf einem Berg das Kaiser-Wilhelm Denkmal, das zweit größte Denkmal in Deutschland. Als wir das Denkmal besuchen wollten trieben dicke Nebelschwaden ihr Unwesen, und so sieht man das Denkmal in Nebel gehüllt:
Die 5 Euro Eintritt haben wir uns wegen der schlechten Aussicht gespart und haben statt dessen eine leckere Bratwurst vom Grill gegessen, von einem Stand unterhalb des Denkmals, wo sich die Katzen alle Pfoten nach leckten und scharf auf jedes Bratwurst Krümmellchen waren:
Auf dem Kyffhäuser Denkmal wurde sogar ein Tatort mit Jaeckie Schwarz gedreht und ich wäre zu Gerne mal auf Jaeckie Schwarz´s Spuren gewandelt, aber wegen des Nebels wurde da leider nichts draus, aber dafür habe ich mir die Fotos vom Denkmal auf dieser Seite angeguckt und dabei einiges Wissenswertes üb er das Denkmal erfahren:
http://www.roskothen.com/kyff/index5.htm
In Altenau haben viele Gartenbesitzer solche Figuren in ihrem Garten stehen und ich habe mich, nur der Geselligkeit wegen, einfach mal dazu gestellt:
Auf dem Busbahnhof in Altenau, bemerkte ich dann eine Hexe die ganz alleine auf einer Bank saß. Nachdem ich sie höflich fraghte ob noch ein Plätzchen frei sei, lud sie mich ein auf ihrer Bank Platz zu nehmen, und so konnten wir uns gemeinsam sonnen:
Auch ein Wanderer braucht mal ein kleines Päuschen und so streckte ich alle Viere von mir auf einem Wanderweg von Torfhaus bis nach Altenau, Hin-und-Zurück sind wir an dem Tag 15 Kilometer gewandert:
Ein Blick auf Mackenrode, vom ehemaligen Kollonnenweg Grenzweg aus, mit untergehender Sonne, wir hörten im Hintergrund die Kirchenglocken von Mackenrode:
Sogar das länger an dauernde Kirchengeläut war in der ehemaligen "DDR" verboten. Man hörte dort immer nur einen kurzen Glockenschlag zur vollen oder zur halben Stunde. Als ich die Aufnahme machte, ging ich auf dem ehemaligen Todesstreifen, der damals immer frisch gemäht war, damit die Grenzsoldaten jede Fußspur erkennen konnten.
Zwei schöne Ausblicke mit untergehender Sonne auf Steina, vom Warteberg aus:
Unser Auto, in dessen Cassettenrekorder ständig Roger Whittaker (der Schmusebär der Nation) unsere Fahrten begleitete:
Die nächste Bank steht in der Nähe des Friedhofs von Steina und wir kamen gerade zurück von einer kleinen Wanderung von Bad Sachsa nach Steina:
Zum Schluß meines Berichts folgen noch einige besonders schöne Impressionen aus Harzer Wäldern, die ich während meines Harz Urlaubes 2005 aufnahm:
Verschnörkelte Baumformen, mit und ohne Plizbewuchs auf einem Weg, abwärts in Richtung Wieda:
Der goldene Herbst mit güldenen Blättern, im Harz in seiner schönsten Art, auf einem Wanderweg in Richtung Wieda:
Feinstes Spinnengewebe umkräuselt einen uralten Baumstumpf auf einem Weg von Steina zum Wiesenbeker Teich, bei Bad Lauterberg:
Und zu guter letzt möchte ich euch noch 3 Postkarten mit Motiven aus Steina zeigen, den netten und lustigen Herren auf der ersten Postkarte, der zwischen den beiden Kiepenfrauen steht, habe ich im Kursaal von Bad Sachsa getroffen, der dort Karten für einen Diavortrag abriß und verkaufte:
Die Natur und die Wanderungen im Harz tun meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele immer wieder gut. Im Harz kann man so richtig Ruhe auftanken. Mir ist noch aufgefallen das man auf den Waldwegen im Harz Im Oktober kaum auf Menschen und Vögel trifft. Es war mucks-mäuschen Still auf den Wegen und nur an einigen Stellen hörte man das Rauschen der Fichten, was ich so gerne hören mag.
Meinen Harz Urlaubs Bericht 2004 mit Fotos könnt ihr auf dieser Seite lesen:
http://www.adventuregamesforever.de/Harz.Urlaubs.Bilder.Bericht.2004.von.Moe.Perry.htm
Wunderschöne grosformatige Fotos, aus dem Ober-und Südharz die meine Mutter vor einiger Zeit gemacht hat, gibt es auf dieser Seite zu sehen: